Disco Deviance – Come To Me

International vernetzt und musikalisch äusserst umtriebig und professionell, so jedenfalls präsentiert sich mir als aussenstehendem Beobachter und Liebhaber die gegenwärtige Edit-Szene. Nahezu unüberschaubar die Anzahl Blogs, Label und Veröffentlichungen. Sich in diesem Ozean richtig zu positionieren ist keine leichte Aufgabe. Als Qualitätsmarke hat sich dabei das kleine Label Disco Deviance herauskristallisiert, dessen Veröffentlichungskatalog mittlerweile neun 12″ Vinyl Single Records umfasst.

Für die neueste, mittlerweile neunte Ausgabe tritt Barry Reeves unter seinem Künstlernamen Dicky Trisco auf, der bereits vor einigen Jahren auf Deep Freeze Recordings ( http://www.myspace.com/deepfreezerecordings, http://www.deepfreezerecordings.co.uk/) erste Erfahrungen als Produzent sammeln konnte. Auf der A-Seite erwartet den Hörer die überarbeitete Version eines (Italo-)Disco Stückes aus der Hand von Luciano Ninzatti und Stefano Pulga a.k.a. Kano, “Can’t Hold Back (Your Loving), erschienen 1981 auf Mirage. Dicky Trisco unterzieht diesen Song lediglich einem Mastering, schafft dadurch jedoch einen wunderbar energiegeladenen Sommer-Soundtrack. Die B-Seite beinhaltet mit “Rip It Dub” einen Edit des Pop-Klassikers “Rip It Up” von Orange Juice (ganz ehrlich: bis gestern kannte ich die Formation Orange Juice nicht) – tanzbarer Electro-Funk, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt.

Zwei wirklich sehr feine Edits. Kommentare wie dieser sind daher leicht nachvollziehbar: “Disco Deviance is the most consistent disco label around! All releases are ACE, and this particularly one is no exception. Really dig the unique Electrofunk feel of Dicky Trisco. Full support of course.” (Social Disco Club, Mindless Boogie/Eskimo).

Mehr im Web:

http://www.myspace.com/discodeviance
http://www.myspace.com/dickytrisco
http://www.myspace.com/socialdiscoclub
http://www.socialdiscoclub.blogspot.com/
http://www.myspace.com/alloutwarsheffield
http://trickydiscobristol.blogspot.com/

P.S. Vor ungefähr zwei Jahren gab’s auf ARTE in der Sendung “Tracks” einen Reportage über die Edit-Szene um Pilooski & Co. Sehr interessant, leider habe ich diese Sendung (noch) nicht auf den einschlägigen Videoportalen gefunden.

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