Dekmantel Festival 2015: Das sind die Sets der Selector Stage

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Das Licht, die Musik, die Menschen: Die Selector Stage des Denkmantel Festivals hat für die vielleicht schönsten musikalischen Momente des Jahres 2015 gesorgt. Jetzt haben die Organisatoren einen Teil der Sets veröffentlicht.

The Lab oder Boiler Room, Main Stage oder UFO. James Pants oder Legowelt, Robert Hood oder Mike Servito, Jackmaster oder Floating Points, das aus Ben UFO, Pangaea und Pearson Sound bestehende Hessle Audio Trio oder DJ Nobu und Tama Sumo. Bloß nichts verpassen, alles wenn möglich zeitgleich genießen. Das war das Grundproblem des Dekmantel Festivals 2015, das vom 31. Juli bis zum 02. August im Park- und Freizeitgelände des Amsterdamse Bos stattfand – auf fünf Bühnen mit über 90 Discjockeys und Live-Acts. Die Acts, die regelmäßig auch die kleine Bühne des Red Light Radios bespielt haben, nicht mit eingerechnet.

Dieses Grundproblem wurde nur an einem Ort einer Lösung zugeführt, und zwar auf der Selector Stage. Wer einmal dort angekommen war, wollte nicht mehr weg. Erst recht, wenn am späten Nachmittag sich das Licht der untergehenden Sonne in der Atmosphäre brach und die Blätter der Weiden rotgolden schimmern ließ. Dazu die Hunderte Menschen, die tanzten und sich mit ihrer Euphorie gegenseitig ansteckten. Auf der Tanzfläche der Selector Stage herrschte durchgängig eine Stimmung, die das Individuum mit den vielen anderen Individuen zu einem Ganzen verschmelzen ließ, und dennoch musste der Einzelne nicht auf sein Individualgefühl verzichten.

Den Soundtrack dazu lieferte zum Beispiel ein San Proper, dessen exzentrische Mischung von instrumentalen Elektronika-Platten über Disco Boogie- zu reduzierten House-Stücken reichte; ein Donato Dozzy mit seinem Unterwasser-Techno; Robert Bergmann mit funkig-aufgekratztem Disco Boogie und House; und Danilo Plessow alias Motor City Drum Ensemble, der ein an Klassikern reiches Set spielte und die Stimmung gefühlt am besten traf.

Jetzt haben die Veranstalter des Dekmantel Festivals acht Sets der Selector Stage auf Soundcloud veröffentlicht. Die Zeit bringen sie damit zwar nicht wieder zurück, doch die guten Erinnerungen.

[Foto: Privat]

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New Yorker Discokultur der Siebziger Jahre, House aus Chicago, Techno aus Detroit - drei von Bernhards liebsten Leidenschaften.

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