Tobi Neumann kommt nach Freiburg

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Tobi Neumann beherrscht die Klaviatur der elektronischen Musik. Er hat das Münchner Nachtleben mit seinen DJ-Sets geprägt. Er hat Elektropop-Bands wie die Chicks On Speed produziert und landete als ausführender Produzent der Alternative Rocker von Bananafishbones mit dem Song „Come To Sin“ in den deutschen Charts. An diesem Samstag legt der gebürtige Münchner und Wahlberliner seit rund 15 Jahren auf der Party des Onlinemagazins fudder.de im Freiburger Club Schmitz Katze auf.

Als Programmmacher eines Clubs muss man einiges an Ausdauer und Geduld aufbringen, um Tobi Neumann für eine Clubnacht zu verpflichten. Im Juli diesen Jahres 50 Jahre alt geworden, gehört er zu den gefragtesten Discjockeys für House und Techno. Er legt regelmäßig in der Fabric in London und dem Robert Johnson in Offenbach auf, den vielleicht besten Clubs für elektronische Tanzmusik in Europa. Er ist außerdem Stammspieler bei Sven Väths Cocoon-Partys auf Ibiza. Dort setzte er im Sommer 2000 auch zum internationalen Durchbruch an, im Alter von 35 Jahren vergleichsweise spät für eine Szene, die dem Jugendkult sehr verhaftet scheint.

Doch Neumann, der gelernte Toningenieur und Produzent für Werbemusik, entschied sich erst ein paar Jahre zuvor, alles auf die DJ-Karte zu setzen. 1997 reichte er beim – inzwischen geschlossenen – legendären Club Ultraschall ein Mixtape ein, mit dem er sich als Discjockey bewarb. Sein auf die Essenz, auf wuchtige Basslines und trockene Drumgrooves reduzierter Stil überzeugte die Clubbetreiber sofort. An seine „Flokati“ genannten Partys erinnert man sich noch heute an der Isar. In Freiburg spielt er zusammen mit Chris Milla. Auf dem Bar-Floor legen Zakari und Blange auf.

Freiburg, Schmitz Katze, Sa, 7. Nov., 23 Uhr

[Dieser Beitrag erscheint auch auf bz-ticket.de]

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New Yorker Discokultur der Siebziger Jahre, House aus Chicago, Techno aus Detroit - drei von Bernhards liebsten Leidenschaften.

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