Crate Digging mit… Delfonic

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HipHop, Disco, House: Drei Klassiker dieser Genre verlassen nie die Plattentasche von Markus Lindner alias Delfonic. Der Mitinhaber des Plattenladens OYE Records spielt am 21. Januar im Mudd Club in Straßburg. Ein Kurz-Interview zum Thema Crate Digging.

Welcher Klassiker verlässt nie deine Plattentasche?

Disco: Gwen McCrae – Keep The Fire Burning

House: The Believers – Who Dares To Believe In Me

HipHop: Roots Manuva – Witness

Welche Platte hast du dir als letztes gekauft?

Markus: Naja, eine ist ein bisschen wenig, da waren schon mehr in der Tüte:

Omar S – Detroit / FXHE

Kickflip Mike – Sarcastic Destroyer / OYE Black Label

Herbert – See you on Monday / Curle

Various Artists – Doing It In Lagos / Soundway

Wann hat deine Sammelleidenschaft begonnen?

Markus: Das war 1998, nach dem Zivildienst, als ich mir zwei Turntables und einen Mixer leisten konnte. Danach ging es richtig los.

Was treibt dich dazu heute noch an?

Markus: Wenn man einmal mit dem Sammeln angefangen hat, dann lässt das einen nie wieder los. Und es gibt soviel noch zu entdecken, was mich persönlich immer weiter motiviert dabei zu bleiben. Meistens denke ich, dass ich gar nichts kenne, aber noch soviel kennenlernen will. Ich glaube man könnte von Sucht sprechen.

Was war dein bewegendster Moment beim Plattenkauf?

Markus: Mmh, schwierig. Da ich ja bei OYE Records im Plattenladen arbeite, ist über die Jahre sehr viel passiert – aber eigentlich habe ich nur positive Erfahrungen gemacht. Aber einen bestimmten emotionalen Moment gab es vor etwa zwei Jahren. Unser Langzeit-Kunde und täglicher Gast „Bossa Paul“ verstarb relativ überraschend an Krebs und das hat uns alle sehr getroffen. Deswegen hängt auch ein Foto von ihm bei uns im Laden und es erinnert mich immer daran, wie vergänglich alles ist und schnell vorbei sein kann.


ZUR PERSON: Markus Lindner alias Delfonic

2016 hat Markus Lindner alias Delfonic zehnjährige Betriebszugehörigkeit gefeiert. Seit 2006 gehört der Discjockey zum Team des Berliner Plattenladens OYE Records, 2002 von Lovis Willenberg im Prenzlauer Berg eröffnet und seit 2013 mit einer Filiale im Bezirk Neukölln (Friedelstraße 47) vertreten. Benannt nach dem Song „Oye como va“ des puertoricanischen Salsamusikers und Perkussionisten Tito Puente, hat sich der Plattenladen zunächst einen Namen mit seiner Auswahl an afrobrasilianischer Musik, Jazz, Soul und Funk gemacht und sein Angebot auf Disco, House und Artverwandtes erweitert. Wenn Lindner, einst Resident-DJ im Icon, heute Stammspieler in den Clubs Gretchen und OHM, mal nicht im Plattenladen anzutreffen ist, kümmert er sich um die Plattelabel Box aus Holz, Torben und Money $ex Records, die Oye Records angeschlossen sind.

Soundcloud: Delfonic
Facebook: Delfonic
Webseite: Oye Records


Was: Delfonic & Soulparlor
Wann: Samstag, 21. Januar 2017, 23 Uhr
Wo: Mudd Club, Strasbourg

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About Author

New Yorker Discokultur der Siebziger Jahre, House aus Chicago, Techno aus Detroit - drei von Bernhards liebsten Leidenschaften.

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